Nachruf: Borussia trauert um Karin Wienke
Engagierte Ehefrau unseres Ehrenpräsidienten Dr. Fritz Wienke verstarb mit 91 Jahren
Mit Karin Wienke hat die Tischtennisfamilie von Borussia Düsseldorf eine Persönlichkeit, die zwar selten im Rampenlicht stand, aber über Jahrzehnte hinweg eng mit der Geschichte des Vereins verbunden war, im Alter von 91 Jahren verloren. Sie war die „Mutter“ der Borussia-Familie.
Und das kann man wörtlich nehmen: Als Spieler wie Vladimir Samsonov oder auch der Trainer Mario Amizic zur Borussia kamen und nicht sofort eine Wohnung beziehen konnten, haben Karin und ihr Ehemann Dr. Fritz Wienke, der von 1984 bis 2018 Präsident des Klubs war, sie einfach bei sich aufgenommen. Sie haben ihnen nicht einfach eine Unterkunft, sondern durch Nähe und Fürsorge ein Zuhause gegeben.
In einem Umfeld, das stark vom Ehrenamt und persönlicher Hingabe lebt, ging Karin Wienke gerne vorweg, ohne sich jemals in den Vordergrund zu stellen. Sie war beispielsweise diejenige, die bei den Kids Open (früher Tischtennis-Kinderolympiade) über 30 Jahre lang von Beginn an dafür gesorgt hat, dass Teilnehmende und alle Volunteers bestens versorgt werden. Sie kümmerte sich um das Equipment, stellte stets das ehrenamtliche Helferteam zusammen und schmierte selbst die Brötchen.
Karin Wienke wird als Teil dieser langen Vereinsgeschichte in Erinnerung bleiben – als verlässliche Begleiterin, als Teil einer generationenübergreifenden Verbundenheit mit dem Sport und als Mensch, dessen Wirken sich nicht in Schlagzeilen messen lässt, sondern in Beständigkeit, Wärme und Nähe.


