TTBL: Klarer 3:1-Erfolg zu Hause im ACC gegen den TSV Bad Königshofen
Borussia bleibt 2026 ungeschlagen
Borussia Düsseldorf setzt seine Siegesserie in der Tischtennis Bundesliga fort und gewinnt 3:1 gegen den TSV Bad Königshofen. Mit dem achten Sieg im achten Spiel 2026 bleibt der Rekordmeister weiter an der Tabellenspitze.
Kanak Jha gegen André Bertelsmeier war das Eröffnungsspiel des heutigen Abends. Zunächst sah es sehr eindeutig aus: Jha spielte variabel und hatte die deutsche Nachwuchs-Hoffnung fest im Griff. Kleine Schwächen des Deutsch-Amerikaners im dritten Satz konnte der Königshofener für sich ausnutzen und auf 1:2 verkürzen. Anschließend bestimmte Jha allerdings wieder das Match und brachte die Borussia 1:0 in Führung.
Mit Li Yongyin und Bastian Steger standen sich anschließend zwei sehr unterschiedliche Spielertypen gegenüber. Der Borusse meist kompromisslos mit schnellen, harten Schlägen und auf der anderen Seite Steger, der keinen Ball verloren gibt, sich weit hinter dem Tisch wohl fühlt, aber auch angreifen kann. Es wurde das erwartet knappe Match mit tollen Ballwechseln. Schon der erste Durchgang ging bis 15 - mit dem besseren Ende für den Gast. Allerdings ist auch Li ein Kämpfer und so ging das ausgeglichene Duell bis in den fünften Satz. Und hier konnte Li leider nicht die wichtigen Punkte am Ende machen und musste Steger gratulieren. Beim Stand von 1:1 ging es die Pause.
Anschließend sorgte Anton Källberg mit einem 3:0 gegen den Kroaten Filip Zeljko für die erneute Führung des Rekordmeisters. Nur im ersten Satz machte es der Schwede spannend, als er nach einer 9:4-Führung seinen Gegner auf 9:9 herankommen ließ, dann aber die letzten beiden Punkte wieder machte.
Kanak Jha, die heutige Nummer eins der Borussia, hatte es auf dem Schläger, die Partie zu beenden. Er schaffte zunächst, Bastian Steger permanent unter Druck zu setzen und sicherte sich die ersten beiden Durchgänge. Dann wurde es enger, den dritten Satz musste Jha abgeben und im vierten einen Rückstand aufholen und einen Satzball abwehren – mit Erfolg: Das 3:1 für den 25-Jährigen sorgte auch für das 3:1-Endergebnis für die Düsseldorfer.
Borussia Düsseldorf reist als Tabellenerster schon übermorgen zu seinem direkten Verfolger Werder Bremen in die Hansestadt. Das letzte Heimspiel der Saison findet dann am 15. April gegen Grenzau statt.
Stimmen zum Spiel:
Danny Heister, Chefcoach Borussia Düsseldorf
„Die ganze Liga ist relativ stark und ausgeglichen. Wir haben zu Beginn der Saison gegen Grünwettersbach verloren, sind jetzt Tabellenführer und die letzter. Auch Bad Königshofen spielt noch gegen den Abstieg und war heiß auf das Spiel heute. Die haben alles rein gelegt. Aber wir auch. Es gab zwei knappe Spiele: eins haben wir gewonnen, eins verloren. Die andern waren deutlich. Ich bin sehr zufrieden, wir bleiben an der Spitze und das ist das Ziel.“
Kanak Jha, Borussia Düsseldorf
„Ich habe zweimal 3:1 gespielt, das ist gut und ich bin darüber sehr glücklich. Gegen André war es schon nicht leicht, aber gegen Basti Steger sehr schwer. Er ist so gefährlich, hat extrem viel Erfahrung und ich weiß, dass ein 2:0 noch nichts bedeutet, er kann immer zurückkommen. Ich finde, er ist eine Legende. Man muss gegen ihn immer wieder die Taktik ändern, das habe ich auch gemacht. Als ich zum Schluss wieder aggressiver und schneller gespielt habe, war ich dann erfolgreich.“
,André Bertelmeier, TSV Bad Königshofen
„Düsseldorf ist eine unfassbare Mannschaft mit so starken Spielern. Wir sind mit der Einstellung hier angetreten, um jeden Ball zu kämpfen. Wenn man gegen Düsseldorf ein paar Punkte verschenkt, ist es zu spät. Und genau das habe ich auch versucht. Ich wollte aggressiv spielen, aber Kanak hat mich am Anfang regelrecht überrollt. Ich musste erst etwas reinkommen. Es ist für mich sehr ungewohnt, hier im ARAG CenterCourt zu spielen. Als ich mich daran gewöhnt hatte, lief es besser. Ich habe versucht, ihn aus dem Rhythmus zu bringen und auch ein wenig müde zu machen für das zweite Spiel gegen Basti.“
Das Spiel im Überblick:
Borussia Düsseldorf – TSV Bad Königshofen 3:1
Kanak Jha – André Bertelsmeier 3:1 (11:5, 11:7, 6:11, 11:7)
Yongyin Li - Bastian Steger 2:3 (13:15, 11:3, 11:9, 7:11, 8:11)
Anton Källberg – Filip Zeljko 3:0 (11:9, 11:4, 11:6)
Kanak Jha – Bastian Steger 3:1 (11:5, 11:8, 6:11, 12:10)
Foto: Jörg Fuhrmann


