TTBL: Borussia gewinnt Krimi gegen Grünwettersbach - Siegesserie ausgebaut
Spannendes Match bis zum 3:2-Sieg
Es war spannend bis zum letzten Matchball, aber Borussia Düsseldorf setzte sich gegen den ASC Grünwettersbach am Abend in einem Tischtennis Bundesliga-Krimi mit 3:2 durch. In 2026 weiterhin ungeschlagen, bleibt der Rekordmeister an der Tabellenspitze.
Im ersten Match des Abends traf Kanak Jha auf Hiroto Shinozuka. Der Japaner startete selbstbewusst, setzte den Borussen früh unter Druck und ging schnell in Führung. Im zweiten Durchgang lief Jha lange einem Rückstand hinterher, drehte den Satz jedoch noch und konnte nach Sätzen ausgleichen. Allerdings behielt Shinozuka fortan die Oberhand, blieb ruhig und brachte die Gäste aus Grünwettersbach mit 1:0 in Führung.
Und Yongyin Li konnte nicht verhindern, dass es zur Pause sogar 2:0 aus Sicht des ASC stand. Tiago Apolonia spielte gut und Li fand nicht in seinen Rhythmus. Doch er kämpfte, startete nach 0:2-Satzrückstand die Aufholjagd und blieb auch souverän, als der Portugiese nach einer Verletzungspause zurück an den Tisch kam. Das Match ging in den Entscheidungssatz. Und da wendete sich das Blatt wieder zugunsten des Grünwettersbachers.
Nach der Pause lag alles an Anton Källberg, der im dritten Match gegen den Engländer Tom Jarvis an den Tisch musste. Der Schwede zeigte sich spielfreudig und ließ keinen Zweifel daran, dass er für die Borussia verkürzen will. Absolut überzeugend siegte er mit 3:0.
Kanak Jha wollte gegen Tiago Apolonia im Spitzenspiel seine Auftaktniederlage wettmachen und agierte von Beginn an fokussiert und letztlich souverän. Er konnte mit einem 3:0-Erfolg für seinen Klub zum 2:2 ausgleichen.
Danny Heister schickte das Duo Källberg/Li ins Entscheidungsdoppel gegen Ricardo Walther und Hiroto Shinozuka. Es entwickelte sich ein starkes Match, das den Fans Spaß machte, bis zum Schluss extrem spannend war und alle zum Jubeln brachte. Mit 3:1 ging das letzte Spiel und mit 3:2 der Gesamtsieg an Düsseldorf.
Lange ausruhen können die Akteuere trotz des kräftezehrenden Abends nicht. Am Freitag (13. Februar, 19 Uhr) geht es mit dem Rückspiel im Viertelfinale der Champions League gegen den Post SV Mühlhausen schon weiter. Und am Sonntag (15. Februar, 13 Uhr) folgt im ausverkauften CASTELLO vor 3.300 Zuschauern das Bundesliga Topspiel gegen den 1. FC Saarbrücken.
Die Stimmen zum Spiel
Kanak Jha, Borussia Düsseldorf
„Ehrlicherweise fühle ich mich ein bisschen müde und gleichzeitig beeindruckt. Wir lagen 0:2 hinten und haben nur langsam ins Spiel gefunden. Zu Beginn haben wir zu wenig Kampfgeist gezeigt. Die Stimmung war ein bisschen im Keller, bis Anton uns mit seiner sehr starken Leistung zurückgebracht hat. Das hat mir auch für mein zweites Match Energie gegeben. Ich wollte gegen Apolonia positiv zurückkommen und glücklicherweise ist mir das gelungen. Am Ende gab es noch ein großartiges Doppel. Auch wenn es sehr knapp war, haben die Jungs hart gekämpft. Am Ende waren wir trotz des 0:2-Rückstands der verdiente Sieger.“
Anton Källberg, Borussia Düsseldorf
„Wir haben auch bei 0:2-Rückstand daran geglaubt, dass wir das Match gewinnen können. Ich wollte der Mannschaft dann diese Chance geben und ein gutes Einzel spielen. Ich bin auch zufrieden mit dem Spiel. Kanak war danach souverän und im Doppel haben wir gut gekämpft und alles dafür gegeben, dass wir den Sieg holen.“
Kilian Ort, Chefcoach ASC Grünwettersbach
„Meine Jungs haben gut gespielt und ich denke, dass Danny auch mit seinen Jungs zufrieden sein wird. Glückwunsch an die Borussia und danke, dass ihr Physio-Team unserem Spieler nach seiner Verletzung geholfen hat, das wissen wir sehr zu schätzen. Alles in allem können wir von der Leistung her zufrieden sein und die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen. Dennoch haben wir schon lange nicht mehr gewonnen und müssen unbedingt punkten. Hoffentlich gelingt uns das bereits am Samstag gegen Fulda.“
Das Spiel in der Übersicht
Borussia Düsseldorf - ASC Grünwettersbach 3:2
Kanak Jha - Hiroto Shinozuka 1:3 (6:11, 11:9, 6:11, 6:11
Yongyin Li - Tiago Apolonia 2:3 (4:11, 9:11, 11:5, 11:4, 8:11)
Anton Källberg - Tom Jarvis 3:0 (11:6, 11:4, 11:9)
Kanak Jha - Tiago Apolonia 3:0 (11:8, 11:9, 11:7)
Anton Källberg/Yongyin Li – Ricardo Walther/Hiroto Shinozuka 3:1 (11:7, 8:11, 11:9, 12:10)
Foto: Jörg Fuhrmann


