WTT Contender Skopje: Kanak Jha schrammt knapp am Titel vorbei
Anton Källberg verpasst Sprung ins Finale knapp
Das vergangene Wochenende war nicht nur aus Sicht von Dang Qiu, der sich seinen dritten Deutschen Meisterschaftstitel sicherte, ein voller Erfolg. Seine Mannschaftskollegen Anton Källberg und Kanak Jha gehörten zum gut besetzten Teilnehmerfeld beim WTT Contender im nordmazedonischen Skopje und beide schafften den Sprung aufs Treppchen.
Die zwei Borussen durften sich die Qualifikationsrunden sparen und stiegen direkt in der Runde der besten 32 ins Turnier ein. Während Källberg dort den jungen Koreaner Oh Junsung (Weltrangliste 28) recht sicher mit 3:1 in Schach hielt, tat sich Jha gegen Deni Kozul (SLO) überraschend schwer.
Obwohl der Deutsch-Amerikaner ganze 70 Plätze vor seinem Gegner in der Weltrangliste zu finden ist, reichte es für ihn nur zu einem knappen 3:2. Die nächste Runde gestaltete sich dann etwas einfacher für Jha: Er sicherte sich den Einzug ins Viertelfinale über den Portugiesen Marcos Freitas, der in der Tischtennisbundesliga für den Post SV Mühlhausen aufläuft. Källberg tat es ihm gleich und mühte sich zu einem 3:2 über Lim Jonghoon (WR 40), nachdem er zwischenzeitlich mit 1:2 zurückgelegen hatte.
Danach ging es recht schnell: Jha schlug Simon Gauzy (FRA) mit 3:1, Källberg seinen Viertelfinalgegner Gyuhyeon Park (WR 69) ohne Satzverlust. Damit standen beide Düsseldorfer Spieler bei dem mit knapp 17.000 Dollar dotierten Turnier im Halbfinale.
Kanak Jha traf auf den Grünwettersbacher Spitzenspieler aus Japan, Hiroto Shinozuka – seines Zeichens Doppelweltmeister von 2025. Jha legte immer wieder vor, Shinozuka glich aus, sodass die Partie im Entscheidungssatz endete. Hier behielt der mehrfache amerikanische Meister mit 11:5 die Oberhand. Für Anton Källberg war das Turnier dagegen im Halbfinale beendet. Er konnte gegen den Ex-Saarbrücker Darko Jorgic (WR:13) eine 2:1-Führung nicht ins Ziel bringen.
Dasselbe Schicksal ereilte Jha dann auch im Finale. Noch eine Woche zuvor hatte er den Slowenen Jorgic recht deutlich im Finale um die Deutsche Meisterschaft im Griff gehabt, in Skopje gelang dem Kontrahenten allerdings die Revanche. Der rückhanddominante Jorgic egalisierte Jhas 2:1-Führung und sicherte sich den Titel, 5.000 Dollar Preisgeld und 400 Weltranglistenpunkte.
Die Platzierungen der beiden Düsseldorfer Aushängeschilder sind ein gutes Zeichen dafür, dass es den Borussen gelungen ist, auch nach den Saisonhöhepunkten des Champions League- und TTBL-Final Fours die Spannung hochzuhalten und weiter auf dem höchsten Niveau zu performen.
Die Ergebnisse der Borussen in der Übersicht:
Finale:
Kanak Jha – Darko Jorgic 2:4 (11:3, 14:16, 12:14, 11:8, 8:11, 7:11)
Halbfinale:
Anton Källberg – Darko Jorgic 2:3 (9:11, 11:5, 11:5, 11:13, 7:11)
Kanak Jha – Hiroto Shinozuka 3:2 (11:6, 6:11, 11:3, 7:11, 11:5)
Foto: WTT


