Lang und Baus bilden inklusives Mixed-Duo bei den TT-Finals
Zum ersten Mal überhaupt
Das hat es in der Geschichte der Deutschen Meisterschaften noch nicht gegeben: Die ehemalige National- und Bundesligaspielerin Kristin Lang und Paralympics-Sieger Valentin Baus treten bei den Deutschen TT-Finals vom 4. bis 7. Juni in Erfurt als inklusives Mixed-Duo in der Erwachsenenklasse an.
Lang erklärte gegenüber tischtennis.de, dass die Idee bereits im vergangenen Jahr entstanden ist und zunächst eher scherzhaft gemeint war. Para-Bundestrainer Volker Ziegler war jedoch sofort begeistert, sodass aus der Idee schnell Realität wurde. Die beiden Athleten erhalten per Wildcard einen Startplatz im Mixed-Wettbewerb.
Der Borusse und Para-Weltranglistenerste Baus blickt dem Turnier bereits mit Vorfreude entgegen: „Ich freue mich einfach darüber, mit Kristin das Turnier spielen zu können. Wir trainieren jetzt bereits seit einiger Zeit zusammen, und da ist es natürlich ein schönes Zeichen, in Erfurt als inklusives Mixed antreten zu können.“
Möglich wird dieses Zusammenspiel auch durch das Regelwerk, da Para- und Regelsport mit nur wenigen Unterschieden gut miteinander vereinbar sind. Baus und Lang spielen jeweils fest auf einer Tischhälfte und dürfen diese nicht verlassen. Diese Sonderregel greift immer dann, wenn im Doppel ein Rollstuhlfahrer gemeinsam mit einem Fußgänger antritt. Außerdem entfällt für das Duo die Pflicht, den Ball abwechselnd zu spielen.
Für gegnerische Duos ohne Rollstuhlfahrer gelten dagegen die klassischen Regeln: Die Spieler müssen sich beim Schlagen des Balls abwechseln, wechseln ihre Positionen mit dem Aufschlagwechsel und führen die Aufschläge diagonal aus.
Mit der Premiere der TT-Finals als zentralem Austragungsort der Deutschen Meisterschaften im Tischtennis im Jahr 2024 wurden erstmals auch Para-Sportler in das Teilnehmerfeld integriert. Perspektivisch soll dieses Konzept weiter ausgebaut werden. Künftig ist geplant, dass in jeder Einzel-Leistungsklasse der Amateure jeweils ein Para-Athlet per Wildcard starten kann.
Foto: Ingo Gotsch


