Borussia gewinnt 1. Viertelfinale29.01.20103:2 gegen Roskilde
Die Borussia ist mit einem Sieg in die Hauptrunde der European Champions League gestartet. Beim dänischen Vertreter Roskilde BTK gewann der Titelverteidiger heute Abend allerdings nur mühsam mit 3:2 und hat sich damit nur bedingt eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 12. Februar 2010 (19:00 Uhr, ARAG CenterCourt) erarbeitet. Auf Augenhöhe begegneten sich zu Beginn Christian Süß und der Koreaner Oh Sang Eun. Über vier Sätze gestalteten beide eine offene Partie. Am Ende konnte Süß seinen Erfolg vom Grand Final im Januar allerdings nicht wiederholen und unterlag dem Weltranglisten-14. mit 2:3. Gänzlich ohne Probleme stellte Düsseldorfs Spitzenspieler Timo Boll in Partie zwei den Ausgleich her. Der 10-fache Europameister ließ dem Dänen Allan Bentsen bei seinem 3:0-Erfolg nicht den Hauch einer Chance. "Das war abzusehen", kommentierte Manager Andreas Preuß die Partie. "Der Unterschied zwischen den beiden Spielern ist schon enorm." Ganz im Gegensatz zum dritten Einzel des Abends zwischen Seiya Kishikawa und Finn Tugwell. Nachdem der Japaner die ersten beiden Sätze klar gewann, drohte das Spiel zu kippen. Tugwell erzwang den Entscheidungssatz, in dem er zwischenzeitlich sogar mit 6:3 in Führung ging und sich beim Spielstand von 11:10 einen Matchball erkämpfte. Doch "Kishi" behielt einen kühlen Kopf und nutzte seinen zweiten Matchball zur 3:2-Entscheidung. Die dann folgende Niederlage von Boll gegen Oh hatte bei der Borussia niemand so recht auf der Rechnung. "Oh hat jede Aktion von Boll förmlich gerochen", so Preuß. "Aber wir können nicht immer automatisch davon ausgehen, dass Timo jedes Spiel gewinnt." Es war die erste Saison-Niederlage des 28-Jährigen im Trikot der Borussia. Für den Schlusspunkt sorgte dann Christian Süß gegen den nunmehr befreit und locker aufspielenden Bentsen. Nach mehr 3:20 Stunden verwandelte "Krille" den Matchball zum knappen 3:2 Sieg der Borussia. Das Rückspiel in zwei Wochen wird nun erneut eine spannende Angelegenheit. "Wenn Maze spielt, ist die Mannschaft noch gefährlicher. Wir können uns auf diesem Sieg keine Sekunde ausruhen, denn wir haben bei gerade einmal 12:10 Sätzen kein Polster im Fall einer Niederlage", so Preuß. "Natürlich hat das Spiel etwas unter dem Fehlen von Michael Maze gelitten", sagte Preuß. "Möglicherweise war die Stimmung in der Halle deshalb zu Beginn auch nicht ganz so euphorisch wie noch in der vergangenen Saison". Der Europameister des vergangenen Jahres hatte sich vor drei Wochen eine Fleischwunde zugezogen, als ein an der Wand gelehnter Tischtennis-Tisch umfiel und ihn im Bereich der Wade bzw. Ferse traf. Dennoch, und trotz der widrigen Witterungsverhältnisse bei stundenlangem, starken Schneefall, wollten rund 750 Zuschauer die Partie sehen. Die Ergebnisse: Oh Sang Eun - Christian Süß 3:2 (9, -7, 10, -11, 2)
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